Medienkonsum | Buchtipps

Tipps zum Medienkonsum

Büchertipps für Jung & Alt

Tipps zum Medienkonsum Ihrer Kinder

In den ersten Lebensjahren sollte die Screen-Time / der Medienkonsum stark eingeschränkt bleiben.

Man geht davon aus, dass Kinder in den ersten Jahren kaum etwas von Medien lernen/profitieren können. Den Kindern fehlt bei den Dingen die sie im Fernseher sehen oftmals der Bezug zur Realität. Dies vergessen wir Eltern gerne. Wenn wir im Fernseher zb. eine Kuh sehen, dann wissen wir wie diese sich anfühlt oder riecht. Ein Kind hat diese Erfahrung oft noch nicht gemacht und der erlebte Inhalt kann so rasch überfordern und nicht fördern. Kinder nehmen die TV-Welt oft als «wirklich» wahr. Sie erkennen nicht, was real und was inszeniert ist.

Insbesondere überschätzen Eltern oftmals den Nutzen/Lerneffekt von Apps oder Youtube. Wenn Kinder z.B. mit 3 Jahren am Tablet lernen auf Englisch zu zählen, so haben sie die Zahlen lediglich auswendig gelernt. Sie lernen die Zahlen nicht wirklich und vergessen solch gelernten Inhalt auch meist rasch wieder.

Die schnellen Bild- und Szenenwechsel der heutigen Medien überfordern Kinder meist. Es ist sehr schwer Sendungen mit Inhalt zu finden, der genügend für die Kinder angepasst ist. Oftmals sind deutlich zu viel Gewalt, Konflikt, Lüge, Ironie und Sexualität enthalten.

Tipps:

  • Medienkonsum bei Kindern unter 3 Jahren möglichst vermeiden. Wenn, dann max. 15-20 Minuten pro Tag, 1 Sendung, in Begleitung der Eltern schauen.
  • Sie als Eltern sollen den Inhalt und die Dauer bestimmen. Kündigen Sie diese den Kindern schon vor dem Medienkonsum an. Das Kind unter 10 Jahren sollte nicht die Fernbedienung erhalten oder unbeaufsichtigt am Tablet/Handy sein.
  • Begleiten Sie wenn möglich das Kind beim Medienkonsum.
  • Machen Sie Pausen und fragen Sie das Kind, was es gesehen hat. Sprechen Sie mit ihm über den gerade erlebten Inhalt.
  • Falls Sie bei diesen Nachfragen den Eindruck bekommen, dass Ihr Kind den Inhalt nicht versteht oder überfordert ist, wechseln Sie den Inhalt.
  • Die gleichen Serien/Filme dürfen dem Kind auch wiederholt gezeigt werden. Was für uns Eltern langweilig erscheint, ist es für das Kind nicht. Lieber ein Kind schaut einen Film 5mal und versteht bei jedem Mal mehr, als es mit vielen verschiedenen Filmen zu überfordern.
  • wählen Sie mit Vorteil Serien/Filme aus, zu denen es auch andere Medien (Bücher, Hörspiele etc.) gibt. So fühlt sich das Kind bereits mit dem Inhalt etwas vertraut.
  • Medien sollten kein Baby-Sitter sein. Wenn Sie ihr Kind manchmal 10-20min eine ausgewählte Serie schauen lassen damit Sie etwas erledigen können, dann ist das in Ordnung. Länger sollte dies jedoch nicht sein.
  • Orientierung bietet die 3/6/9/12 Regel
    • kein Bildschirm vor 3 / keine Spielkonsole vor 6 / kein Internet vor 9 / kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12
  • gemeinsame Medienzeit mit Kind & Eltern kann auch zum positiven Ritual werden. Besprechen Sie und einigen Sie sich mit dem Kind zusammen bezüglich Zeit-/Inhalt- und Dauer. Dies kann das Wir-Gefühlt der Familie stärken.
  • in der Abend-/Bettroutine sollen Medien keinen Platz haben. Einerseits machen sie die Kinder nervös, andererseits stört das grelle Bildschirm- Licht den Einschlafprozess des Kindes.
  • Seien Sie sich Ihrer Vorbildfunktion bezüglich Medienkonsum bewusst. Achten Sie darauf, dass der Fernseher nicht ständig läuft oder sie in Anwesenheit des Kindes ständig ins Handy schauen.
  • folgende Medienzeiten pro Tag sollte im Alltag nicht überschritten werden:
    • 4-6Jahre: 30min/Tag in Begleitung; 7-10Jahre 60min/Tag; 11-13J max. 90min/Tag; ab 14Jarhen gemeinsame Regeln finden.
  • Nutzen Sie Ratgeber wie:

Serien und Filme für kleine Kinder

  • Meine Freundin Conni (Mit Conni können Sie dem Kind auch ausgewählte Themen näher bringen: Tiere, Emotionen, Kindergarten- und Schulstart)
  • Peppa Wutz (kurze Serie mit positivem Inhalt und schönem Umgang in der Familie)
  • Anna und die wilden Tiere (Tierdokus über Haustiere und Wilde Tiere, ca. ab 4)
  • Kleiner Rabe Socke (Bücher, Filme, Serien, Spiele. Viel Witz und Charme mit guten Werten)

Bücher für kleine Kinder

ab 2 Jahre

  • Jahreszeiten Wimmelbücher von Susanne Berners
  • Mika Buchreihe von Duden

ab 3 -5 Jahre:

  • Conni-Reihe (Bücher, Hörspiele, Serien), zb. Conni geht zum Arzt
  • Teilen macht Spass – Brigitte Weninger, Eva Tharlet (hilfreich um dem Kind den Sinn des Teilens zu vermitteln)
  • Katze bekommt eine Brille – Judith Koppens (falls Ihr Kind seine Brille nicht mag)
  • Emily und der Engesrufer – Alice Andres (bei Todesfall eines Geschwisters)
  • Lesemaus – Darf ich den Hund streicheln? (hier lernt Ihr Kind den Umgang mit Hunden)
  • Kasimir der Bieber Reihe (Alltagsthemen lustig erzählt)
  • Das grosse Buch vom Mutigsein – Loewe
  • Der Löwe in dir – Rachel Bright
  • Geissbock Charly Reihe (Lustige Bücher mit Geruch)
  • Pettersson und Findus Reihe

Bücher für Eltern

Erziehungsratgeber:

  • alle Bücher von Jesper Juule (diverse Themen. Von Geschwistereifersucht über Selbstvertrauen bis zur Elterntrennung….diverse mehr)
  • step – das Elternbuch. Die ersten 6 Jahre (Erziehungsratgeber. Dazu gibt es regionale Kurse)
  • Liebe und Eigenständigkeit. Die Kunst der bedingungslosen Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung; Alfie Kohn. Arbor (Interessanter Ansatz, bei dem Belohnung und Lob als der Bestrafung ähnlich interpretiert wird. Ansätze um dies im Alltag zu umgehen)

Entwicklung:

  • alle Bücher von Remo Largo. Insbesondere der Klassiker «Babyjahre». Weitere Themen: Jugend, Scheidung etc.
  • App: kleine Weltentdecker der Universität Zürich
  • Wenn Kinder aus der Reihe tanzen; Kurt Albermann. Psychische Entwicklungsstörungen von Kindern und Jugendlichen erkennen und behandeln. Beobachter Edition
  • Mutig werden mit Til Tiger: Ein Ratgeber für Eltern, Erzieher und Lehrer von schüchternen Kindern

Gesundheit:

  • Heilpflanzen für Kinder-Gesundheit aus der Natur; Ursel Bühring ua. Ulmer.
  • Wickel&Co. Bärenstarke Hausmittel für Kinder; Ursula Uhlemayr. Urs-Verlag